Cetonia aurata Linné, 1761: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Cetonia aurata Linné, 1761''' - Gemeiner Rosenkäfer, zlatna mara
Dieser prächtige Käfer besucht nicht nur die Blüten verschiedener Rosengewächse, er nascht auch gerne an reifen Beeren. Die Larven ernähren sich von verrottendem Material, das sie zum Beispiel im Kompost finden. Die [[Holometabole Entwicklung bei Insekten|'''holometabole Entwicklung''']] dauert zwei Jahre.
Auch diesen Käfer haben verschiedene [[Klasse Aves Linné, 1758|'''Vögel''', ptice]] zum Fressen gern. Deshalb hat er eine eigene Abwehrstrategie entwickelt und sezerniert Ameisen- und Harnsäure.
'''Cetonia aurata Linné, 1761''' - zlatna mara, rose chafer
This gorgeous beetle does not only visit the blossoms of various plants in the rose family but also enjoys snacking on ripe berries. The larvae feed on rotting material, such as that found in compost. Their holometabolous development takes over two years.
This beetle is also a favorite food source for various birds. Therefore, it has developed a unique defense strategy: it secretes formic acid and uric acid.




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==Trivialnamen ==
==Trivialnamen ==
*'''Deutsch:''' Rosenkäfer, Gemeiner; Mulmkäfer, Goldglänzender Rosenkäfer
*'''Deutsch:''' Rosenkäfer, Gemeiner; Mulmkäfer, Goldglänzender Rosenkäfer
*'''Kroatisch:''' zlatna mara
*'''Kroatisch:''' zlatna mara

Aktuelle Version vom 12. Oktober 2026, 09:30 Uhr

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Cetonia aurata Linné, 1761 - Gemeiner Rosenkäfer, zlatna mara

Dieser prächtige Käfer besucht nicht nur die Blüten verschiedener Rosengewächse, er nascht auch gerne an reifen Beeren. Die Larven ernähren sich von verrottendem Material, das sie zum Beispiel im Kompost finden. Die holometabole Entwicklung dauert zwei Jahre.

Auch diesen Käfer haben verschiedene Vögel, ptice zum Fressen gern. Deshalb hat er eine eigene Abwehrstrategie entwickelt und sezerniert Ameisen- und Harnsäure.


Cetonia aurata Linné, 1761 - zlatna mara, rose chafer

This gorgeous beetle does not only visit the blossoms of various plants in the rose family but also enjoys snacking on ripe berries. The larvae feed on rotting material, such as that found in compost. Their holometabolous development takes over two years.

This beetle is also a favorite food source for various birds. Therefore, it has developed a unique defense strategy: it secretes formic acid and uric acid.



Systematik

Trivialnamen

  • Deutsch: Rosenkäfer, Gemeiner; Mulmkäfer, Goldglänzender Rosenkäfer
  • Kroatisch: zlatna mara
  • Englisch: rose chafer, green rose chafer
  • Französisch: cétoine dorée
  • Italienisch: cetonia dorata
  • Slowenisch: zlata minica
  • Spanisch: escarabajo
  • Tschechisch zlatohlávek zlatý
  • Ungarisch: aranyos rózsabogár

Wissenschaftlicher Name

Cetonia aurata Linné, 1761

Namensherkunft

  • Lateinisch caedita = gefällt, entwaldet. Das bezieht sich sicher auf die Eigenschaft dieser Käfer, Blüten völlig zu zerlegen.
  • Lateinisch aurata = goldfarben

Schutzstatus

  • Cetonia aurata Linné, 1761 ist in Kroatien weder gefährdet noch geschützt. Im Gegenteil, hier wird er chemisch bekämpft, weil er z.B. Pfirsichblüten zerstört.
  • In Deutschland ist er stark gefährdet und steht auf der Roten Liste.

Basionym

  • Scarabaeus auratus Linné, 1761

Synonyme

  • Es sind 38 Synonyme beschrieben, u.a.:
  • Cetonia variabilis Preyssler, 1790
  • Scarabaeus viridicoruscus Voet, 1779
  • Cetonia nobilis Schrank, 1798
  • Cetonia subaenea Hepp, 1939

Morphologie und Größe

Habitus der Larve


  • Die dicken, weißen Larven sind meist zusammengekrümmt.
  • Entnimmt man sie dem Kompost, kriechen sie umgehend weg. Das unterscheidet sie von den Larven von Protaetia aeruginosa Drury, 1770 – Großer Rosenkäfer, die zusammengekrümmt bleiben.
  • Der Kopf und die Beine sind rötlich-braun.
  • Die Haut ist faltig und stark behaart.
  • Größe: bis 80 mm


Habitus des Käfers

  • Auffälliger, stark glänzender Käfer mit breitem Körper.
  • Elytren gerade, jeweils zwei ausgeprägte Längsrippen. Sie sind verwachsen.
  • Schildchen dreieckig, lang ausgezogen.
  • Pronotum breit, die hintere Kante ist geschwungen.
  • Junge Käfer sind stark behaart.
  • Größe:
♀ 25 mm
♂ 20 mm
  • Farbe: Grün metallisch glänzend, auf den Elytren mehr oder weniger stark ausgeprägte, weiße Querlinien.

Lebensweise, Ernährung

  • Die Larven leben in verrottendem Holz und ernähren sich auch davon. Man findet sie häufig in Komposthaufen.
  • Imagines sind Pollenfresser und stecken meist kopfüber in einer Blüte.
  • Im Juli 2026 habe ich in Wien mehrere Käfer gefunden, die an den Früchten von Brombeeren gefressen haben. Es war ein Weibchen kurz vor der Eiablage.
  • Hauptaktivität: Mai bis August



Familie Asteraceae Bercht. & J.Presl, 1820 - Korbblütler, sucvietke
✔ Carduus nutans Linné, 1753 - Nickende Distel, poniknuti stričak
Auf einer Gartenbrombeere, Wien Floridsdorf 07/2026
Familie Apiaceae Lindley, 1836 - Doldenblüter, štitarke
Familie Rosaceae Juisseu, 1789 - Rosengewächse, ružatice
✔ Rubus fruticosus agg.
✔ Filipendula ulmaria (L.) Maximowicz, 1879 - Echtes Mädesüß, končara, poslastica
✔ Filipendulla vulgaris Moench, 1794 - Kleines Mädesüß, gomoljasta končara
✔ Crataegus monogyna Jacquin, 1775 - Weißdorn, bijeli glog
Familie Adoxaceae Meyer, 1839 - Moschuskrautgewächse, moškovice
✔ Sambucus ebulus Linné, 1753 - Zwerg-Holunder, abdovina
✔ Sambucus nigra Linné, 1753 - Holunder, bazga
Familie Oleaceae Hoffmannsegg & Link, 1809 - Ölbaumgewächse, maslinjače
✔ Ligustrum ovalifolium Hasskarl, 1844 - Ovalblättriger Liguster, širokolisna kalina
Fagaceae Dumortier, 1829 - Buchengewächse, bukve
✔ Quercus ilex Linné, 1753 - Stein-Eiche, hrasta crnika

Fortpflanzung, Entwicklung

Paarung

Wie nähert sich das Männchen? Nun, ich habe ein wenig beobachtet und diesen Vorgang im Mai 2014 in Vrsi für euch festgehalten:

Vorsichtig nähert sich das Männchen von hinten, das Weibchen ist zum Glück abgelenkt
Das ist ja ganz schön mühsam
Geschafft – jetzt kommt der angenehme Teil
  • Der Zyklus dauert zwei Jahre.
  • Das Weibchen legt ihre Eier entweder in morsches Holz oder einen Komposthaufen.
  • Dort entwickeln sich die Larven und überwintern.
  • Im folgenden Juni verpuppen sie sich und überdauern den Sommer und den Winter als Puppe.
  • Erst im darauffolgenden Frühjahr schlüpfen die Käfer.
















Larvalentwicklung


Ökologie

  • Die Larven tragen durch ihre Fraßtätigkeit zur schnellen Verrottung von organischem Material bei. Sie sind dabei entscheidend für die Bildung von gutem Kompost.
  • Die Käfer haben einen Faible für die Blüten von Rosengewächse, die sie auf der Suche nach Pollen in ihre Einzelteile zerlegen. Deshalb sind sie bei Gärtnern nicht sehr beliebt.
  • Fressfeinde
Aus der Klasse Aves Linné, 1758 – Vögel, ptice:
✔ Turdus merula Linne, 1758 - Amsel, crni kos
  • Parasiten
✔ Gregarina curvata gehört zu den Apicomplexa Levine, 1970. Dieser Einzeller parasitiert im Darm verschiedener Insekten.
✔ Spirura talpae Gmelin, 1790 aus dem Stamm Nematoda Rudolphi, 1808 – Fadenwürmer ist ein Endoparasit von Maulwürfen. Insekten sind Zwischenwirte.

Lebensraum

  • Die Larven leben in toten Baumstämmen oder in Komposthaufen
  • Die Käfer findet man meist auf, besser in Blüten.

Giftiges Tier

  • Das enthaltene Gift: Ameisen- und Harnsäure können ausgeschieden werden.
  • Wirkung des Gifts: Diese Säuren schrecken potentielle Räuber ab.

Geografische Verbreitung

  • Herkunft: Südeuropa
  • Vorkommen: Heute in ganz Europa verbreitet.
  • Fundort: Kroatien - Otok Vir, Vrsi, Prokike










Links, Literatur und Quellen

© Kroatiens Fauna und Flora, fauna i flora u Hrvatskoj